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Tierpark Chemnitz unterstützt BUND-Projekt 'Wildnis wagen - Wolfsspuren '

Mit Bekanntwerden des BUND-Projektes 'Wildnis wagen - Wolfsspuren' stellte sich Dr. Hermann Will, Direktor des Chemnitzer Tierparkes, auf die Seite des sächsischen BUND e.V. Spontan befürwortete er das Vorhaben des BUND, Großflächen für den Arten- und Naturschutz, somit auch für die sächsischen Wölfe, durch Kauf für immer zu sichern. 'Es ist sehr wichtig, dass wir uns für den Erhalt der Lebensräume und Artenvielfalt hier bei uns einsetzen. Nur so wird auch unserer Engagement für den Arten- und Biotopschutz in der sogenannten dritten Welt glaubwürdig. Dafür müssen wir jetzt ein bisschen "Wildnis wagen" auch wenn uns als Kindern das Märchen vom bösen Wolf erzählt wurde.': so Dr. Hermann Will in seiner Begründung, warum er sich in die Reihe großer Natur- und Wolfsfreunde einreiht.
Eine Unterstreichung dieser Worte bedeutet die heutige Aufstellung einer Hinweistafel am Wolfsgehege im Rabensteiner Wildgatter, auf welcher der BUND nochmals die Besucher auf sein Projekt 'Wildnis wagen - Wolfsspuren' aufmerksam machen will und gleichzeitig um Unterstützung bittet. Allein schafft es der BUND Sachsen nicht, Flächen in einer Größe von 1.600 Hektar kaufen zu können.
Wolfgang Riether, Landesvorsitzender des BUND: 'Ich bedanke mich für diese Unterstützung bei Herrn Dr. Will und ich hoffe sehr, dass recht viele Besucher des Chemnitzer Tierparkes von unserem Projekt erfahren und mit dafür Sorge tragen, dass die letzten unzerschnittenen Naturräume Sachsens auch in Zukunft erhalten werden können. Der Erwerb dieser Flächen durch den BUND ist dafür der sicherste Garant. In einem der letzten Naturentwicklungsgebiete Sachsens soll die Natur die Chance erhalten, sich frei von menschlichen Einflüssen zu entwickeln, und damit eine sichere Heimat für zahlreiche stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten bieten. Nur so können unsere Kinder und Enkel in Sachsen noch Seeadler, Kraniche, Wildkatzen und Wölfe in freier Natur kennenlernen.'
Seit Monaten hat der BUND im Tropenhaus des Tierparkes die Möglichkeit, eine Präsentation zum Landkauf-Projekt den Besuchern zu zeigen und dabei Sympathie-Unterschriften für den sächsischen Wölfe zu sammeln. Mit Hilfe dieser Möglichkeit brachte es der BUND auf nunmehr 6.200 Sympathiebekundungen für diese scheuen Tiere.
Neben Dr. Hermann Will haben sich weitere namhafte Naturfreunde für ein Gelingen des BUND-Vorhabens ausgesprochen. So zum Beispiel: Werner Freund (Wolfsforscher), Gunther Kopp (Tier- und Naturfotograf), Dr. Erik Zimen (Deutschlands führender Wolfsexperte, Buchautor) und Elli H. Radinger (Herausgeberin des Wolf Magazin).
Eine schriftliche Befürwortung und herzliche Wünsche für ein Gelingen des BUND-Projektes 'Wildnis wagen - Wolfsspuren' liegt dem BUND von Dr. Klaus Töpfer, Executivdirektor der UNO aus Nairobi vor.


(C) Text: BUND Sachsen