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Im Tierpark gibt es einen vierbeinigen Neuzugang. Vor kurzem wurde ein
dreizehnjähriger Urwildpferdhengst aus dem hessischen Edertal geholt.
Er soll in der Stutengruppe "hengstliche Pflichten" wahrnehmen, wodurch der
Chemnitzer Tierpark wieder über eine vollständige Zuchtgruppe
verfügt.
Inzwischen hat er sich gut eingelebt, muss aber seine Position
gegenüber den drei alteingesessenen Chemnitzer Vierbeinerinnen noch
festigen. Sein Vorgänger wurde 1999 an einen tschechischen Zoo
abgegeben, um Inzucht zu vermeiden. Er teilte die Anlage schon mit einigen
seiner Töchter.
Urwildpferde, auch Przewalskipferde genannt, sind Vorfahren unserer Hauspferde
und vermutlich seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in ihrer
Heimat, den Steppen und Halbwüsten Zentralasiens, ausgerottet. Durch
internationale Bemühungen sind mittlerweile wieder einige Tiere an das
Freileben gewöhnt und erfolgreich wiederangesiedelt worden. Der Tierpark
Chemnitz beteiligt sich auch an einem dieser Projekte. So wurde zum Beispiel
im letzten Jahr eine der hier geborenen Urwildpferdstuten zur Auswilderung
in die Mongolei gebracht.