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Anfang August erblickte bei den Somali-Wildeseln ein Fohlen das Licht
der Welt. Mutter und Kind mussten die ersten Wochen vom Hengst getrennt
gehalten werden, weil der Chemnitzer Hengst nicht der Vater des Fohlens
ist und Wildeselhengste recht aggressiv sein können. Zudem war die
Zeit der Trennung wichtig, damit eine stabile Mutter-Kind-Beziehung entstehen
konnte. Nun hat sich das Fohlen in einen wendigen Flitzer gemausert.
Seit gestern ist die kleine Gruppe wieder komplett. Wie erhofft, schirmte
Mutter Sabah ihr Kind vom Hengst ab, der sich auch gar nicht für das
Fohlen, dafür aber mehr für die Stute interessierte. Nach einigen
Verfolgungsjagden ist nun Ruhe eingekehrt.
Wildesel leben - anders als Pferde - nicht in festen, gemeinsam
umherstreifenden Familienverbänden. Die stärksten Wildeselhengste
besetzen und verteidigen Territorien, durch welche dann die Stuten mit ihren
Fohlen ziehen.
Somali-Wildesel sind in ihrem Ursprungsgebiet Nordafrika fast ausgerottet und
werden auch in Zoos nur sehr selten gehalten. So trägt der Chemnitzer
Tierpark mit der Zucht dieser Art zur Erhaltung stark bedrohter Tierarten
und damit zur Wahrung der biologischen Vielfalt bei.