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Przewalskipferd

Schwarzstorch   Papageienanlage

Przewalskipferd

Equus przewalskii


Rettung fünf Minuten nach zwölf

Das Przewalski-Pferd ist eine Unterart des Wildpferdes, der Stammform unseres Hauspferdes. Das Przewalski-Pferd ist an seiner kurzen, aufrechtstehenden Mähne und am Fehlen eines ,Ponys" auf seiner Stirn zu erkennen. Kreuzungen zwischen ihm und dem Hauspferd sind möglich, und es gibt nur noch sehr wenige reinrassige Exemplare. Die Populationen des Wildpferdes sind infolge von Jagd, extrem kalter Winter und der Konkurrenz der Hauspferde um Wasser und Weideland zahlenmäßig sehr stark zurückgegangen. Das echte Wildpferd wird wahrscheinlich schon bald aussterben. Als es Wildpferde noch in großer Zahl gab, lebten sie in großen Herden. Heute gibt es nur noch kleine Herden, die jeweils von einem erwachsenen Hengst angeführt werden. Im April oder Mai werden die Fohlen geboren.

Wichtige Partnerwahl

Przewalskipferde lassen sich in Zoos gut vermehren. Hauptproblem ist jedoch, dass alle heutigen Tiere von nur 10 ursprünglich eingeführten Pferden abstammen. Um die Gefahr der Inzucht und des genetischen Ausdünnens zu minimieren, ist die richtige Partnerwahl entscheidend. Ein Zuchtbuch, seit 1960 in Prag geführt, wacht über die ordnungsgemäße "Familienzusammenführung".

Vergleichen Sie diese ursprünglichen Wildpferde mit Hauspferderassen, entdecken Sie, zu welcher Vielfalt die Natur fähig ist.

Eckdaten

  • Urahn all unserer Hauspferderassen - vom winzigen Zwergpony bis zum mächtigen Kaltblut
  • Ihre ursprünglichen Namen haben die Tiere von dem russischen Forsche N. M. Przewalski, der diese Wildpferde 1879 entdeckte
  • All unser Wissen über diese Pferde stammt aus Zoobeobachtungen - die Tiere waren in Mittelasien ausgerottet bevor man intensive Freilandbeobachtungen machen konnte
  • Przewalskipferde sind wie Wisente beispielhaft für erfolgreiches Funktionieren der Arche Zoo - nicht nur die Art konnte erhalten werden, es wurden sogar Tiere in der inneren Mongolei wieder ausgewildert. Der Tierpark Chemnitz beteiligt sich an diesem Wiederansiedelungsprojekt
  • In Lebensweise und Charakter ähneln diese Wildpferde Wild- und Halbeseln. Sie lassen sich mit diesen auch kreuzen - ein Zeichen, dass die Arten noch nicht sehr lange getrennt sind
  • Wildpferde waren vor ihrer Domestikation ein wichtiger Fleischlieferant - prähistorische Höhlenmalereien zeigen sie sehr häufig, auch Knochenfunde weisen darauf hin