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Schwarzstorch

Weissstorch   Przewalskipferd

Schwarzstorch

Ciconia nigra


Perfekte Navigation ohne Radar

Wie Weißstörche treten auch Schwarzstörche im Herbst die Reise nach Süden an. Die tausende Kilometer lange Tour führt die Vielflieger bis in die Winterquartiere in Süd- oder Ostafrika.
Lange war rätselhaft, wie vor allem junge Störche den Weg finden. Eine Art natürlicher Kompass hilft ihnen dabei. Als Orientierung dient das Magnetfeld der Erde und lässt die Tiere zielsicher ihren Weg finden. Mit der Erfahrung mehrerer Züge kommt auch die Nutzung von Landmarken und bevorzugten Rastplätzen hinzu. Gefahren lauern dabei überall - nasse Autobahnen wirken wie Flüsse und verführen zu lebensgefährlichen Landungen und große Kraftwerke oder Transformatoren stören das Magnetfeld und leiten die Tiere irre. Viele überleben auch den Winter in Afrika nicht, da sie dort of gejagt werden.
Für die Widerstandsfähigkeit der grazilen Tiere spricht ein Weißstorch, der vor kurzem in Rostock mit einem Pfeil in der Brust ankam. Dieser stammte von einem afrikanischen Buschmann.

Das lange regungslose Stehen im flachen Wasser dient der Beutesuche - ist ein Fisch oder Frosch erspäht worden, wird er blitzschnell mit dem Schnabel aufgespießt.

Eckdaten

  • Kleiner als der bekannte Weißstorch (ca. 10 cm niedriger)
  • Auffallend durch dunkle, fast schwarze Gefiederfärbung mit grünem oder purpurnem metallischen Schimmer
  • Im Gegensatz zum Weißstorch, der die Nähe des Menschen nicht scheut, lebt er zurückgezogen
  • Bewohner urwüchsiger, wasserreicher Laubwälder
  • Das typische Storchenklappern ist nur ganz selten von ihm zu hören, dafür aber andere Töne, wie Pfeifen oder melodisches Rufen
  • Zugverhalten im Winter und Frührjahr ist ähnlich dem des Weißstorches
  • Aufgrund der zurückgezogenen Lebensweise bedingt durch Zersiedelung der Landschaft sehr selten geworden
  • In freier Wildbahn kaum zu beobachten