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Kulan

Equus hemionus kulan


Kein dummes Grautier

Da Kulane menschenleere Steppen und Halbwüsten bewohnen, ist es sehr schwer, sie zu beobachten, zumal sie äußerst menschenscheu sind und Annäherung schon von weitem erkennen und fliehen. Sicher existieren noch Kulanherden in Turkmenistan, einem Teil der ehemaligen UdSSR.
Die dort lebenden Familienverbände, deren Territorien ca 20qkm groß sind, werden von Leithengsten eifersüchtig geschützt. Das Benehmen der Hengste anderen Herdenmitgliedern gegenüber wirkt oft sehr rabiat - gegen Feinde sind sie jedoch, wenn Fluch nicht hilft, furchtlose Käpfer.
Oft bilden die Tiere eine Gemeinschaft mit den seltsamen "rüsseltragenden" Saigaantilopen - ihre Sinnesorgane ergänzen sich bei Feindesannäherung hervorragend.

Charakteristisch für Somaliwildesel, Kulane und viele Wildpferde ist der schwarze "Aaltrisch" auf dem Rücken.

Eckdaten

  • der Kulan ist eine Unterart des asiatischen Halbesels, während der Somaliwildesel eine des afrikanischen Wildesels ist
  • Afrikanische Wildesel sind die Stammform aller Hauseselrassen - domestiziert im Zweistromland als Zug- und Tragetiere
  • Halb- und Wildesel leben in streng hierarchisch gegliederten Familiengruppen mit einem Hengst an der Spitze, der seine Stuten bei Gefahr und Konkurrenz mit Hufen und Zähnen verteidigt
  • der Körperbau ist auf Schnelligkeit und Ausdauer ausgelegt
  • Die Stehmähne ist ein charakteristisches Merkmal aller Wildpferde, Wildesel, Halbesel, Zebras und Przewalskipferde
  • Weite Wanderungen von Futterplatz zu Futterplatz bestimmen das Leben der Tiere
  • Wildesel und Halbesel sind sehr menschenscheu. Die notwendigen großen gebiete sind vor allem durch Landschaftszersiedlung bedroht - Kulane und Somaliwildesel sind deshalb äußerst selten.