Habitat: verschieden, oft in Bergen und an steilen Felsküsten
Länge: 38-51 cm
Die 17 Unterarten des Wanderfalken variieren stark in der Färbung. Die Flügel laufen spitz zu, der Schwanz ist kurz und schmal. In Geschwindigkeit und Zielsicherheit seines Fluges ist der Wanderfalke unübertroffen. Er ist ein typischer Vogeljäger. Er erbeutet die Vögel in einem eindrucksvollen, schnellen Steilstoß und tötet sie entweder sofort mit den Krallen oder bringt sie zuvor auf den Boden. Der Wanderfalke verfolgt Vögel auch in der Luft, wobei er mühelos seine Richtung ändert. Daher ist es auch nicht verwunderlich, daß er der begehrteste Beizvogel ist. Seine Balzflüge zu Beginn der Brutzeit sind sehr eindrucksvoll. Die 2-6 Eier werden auf einem Felsvorsprung, auf dem Boden oder sogar auf dem Dach eines Gebäudes in der Stadt gelegt. Das Weibchen brütet die meiste Zeit, das Männchen schafft unterdessen Nahrung heran. Wenn die Jungen 2 Wochen alt sind, läßt das Weibchen sie alleine und hilft dem Männchen bei der Nahrungssuche. Nach 40 Tagen sind die Jungen flügge. Die Anzahl der Wanderfalken ist in bedenklichem Maße zurückgegangen, teils infolge der Pestizidvergiftung ihrer Beutetiere. In Schottland hat ihre Zahl glücklicherweise wieder zugenommen, nachdem der Falke dort Ende der 60er Jahre als Brutvogel fast ausgestorben war.