Habitat: Tundra
Länge: 45-65 cm
Der Polarfuchs kommt überall in der Tundra vor. Gewöhnlich wohnt er in Erdhöhlen an Berghängen oder Felswänden. Er ernährt sich von allen Säugetieren und Vögeln, die er bekommen kann, ob lebendig oder tot, aber seine Hauptbeute sind Lemminge, vor allem im Sommer. Mit seinem dichten Unterhaar unter den Deckhaaren kann der Polarfuchs bei Temperaturen bis -50 Grad aktiv bleiben. Zu Beginn des Sommers wird das weiße Kleid braun. Einige Polarfüchse, die Blaufüchse, sind im Sommer dunkelblaugrau und im Winter blasser. Einen Winterschlaf hält der Polarfuchs nicht; er streift während der kalten Jahreszeit auf der Suche nach Nahrung umher. Als Schutz vor heftigen Schneestürmen gräbt er sich eine Höhle in den Schnee. Häufig wühlt er im Schnee nach Lemmingen und legt - wie das Hermelin - einen Vorrat von toten Beutetieren an. Oft wird der Polarfuchs im Winter zum Aasfresser; er folgt dem Eisbären bis aufs Treibeis und lebt dort von den Robbenresten, die der Bär übrigläßt. Polarfüchse jägen gewöhnlich einzeln; manchmal finden sie sich aber am Aas in Rudeln zusammen, etwa bei einem Walkadaver. Der Polarfuchs paart sich im März, wenn die neugeborenen Lemminge als Beute zur Verfügung stehen, so daß die Fähen während ihrer Trächtigkeit in guter körperlicher Verfassung bleiben. Im Mai oder Juni werfen sie 4-11 Junge.